„Migräne einfach weg-essen?! 7 Tipps!“

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„Migräne einfach weg-essen?! 7 Tipps!“

Ein Einfluss der Ernährung auf die Migräne wird schulmedizinisch weitestgehend ausgeschlossen.

Mittlerweile mehren sich allerdings Studien, die darauf hinweisen, dass es sich bei der Migräne um ein Energiedefizit des Gehirns handelt und Migräniker ein Stoffwechselproblem mit (hochglykämischen) Kohlenhydraten haben. Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen.

Deshalb empfiehlt sich bei Migräne-Patienten unmittelbar eine Ernährung, in der nur Kohlenhydrate zugelassen sind, die nicht so schnell ins Blut schießen. Beispiele hierfür sind die LOGI (Low Glycemic Index) und die Paleo Ernährung. Für einige Migräniker wird ein Verzicht auf Zucker und Weißmehl und eine Umstellung auf ballaststoffreichere und damit niedrig glykämische Lebensmittel ausreichend sein. Für andere Betroffene ist aber der Kohlenhydratanteil dieser Speisen noch viel zu hoch. Hier sollte die Kohlenhydratzufuhr schrittweise weiter reduziert werden. Hierfür empfehlen sich die LCHF (Low Carb High Fat) oder die ketogene Ernährung.

Was heißt das jetzt konkret?

Der Körper gewinnt seine Energie vor allem aus Kohlenhydraten und Fetten. Bei unserer heutigen üblichen Ernährungsweise mit dem ständigen Zurverfügunghaben von Kohlenhydraten nutzt er fast ausschließlich den Kohlenhydratstoffwechsel. Wenn es hier Probleme gibt, dann steht dem Körper nicht genügend Energie zur Verfügung. Die Fähigkeit aus Fetten Energie zu gewinnen, hat er meistens verloren. Die gute Nachricht ist; diese Fähigkeit kann wiedererlangt werden. Und wenn der Körper in der Lage ist alternative Energiequellen wie Fettsäuren oder Ketonkörper neben der Glukose zu nutzen, dann kann das Gehirn kontinuierlich mit Energie versorgt werden. Die Migränehäufigkeit und oft auch die -schwere nehmen ab.

Aus den Erfahrungen mit meinen Kund:innen und aus meiner eigenen Migränegeschichte haben sich folgende Tipps zur Ernährungsumstellung bewährt:

  1. Beginne langsam! Da der Körper eines Migränikers oftmals schon erschöpft ist, muss hier behutsam vorgegangen werden. Ersetze eine Mahlzeit am Tag durch eine kohlenhydratarme Variante und erhöhe gleichzeitig nach und nach die Menge der gesunden Fette! Die richtigen Fette wirken antientzündlich, schmecken und machen satt. Bei Migräne wird auch eine entzündliche Ursache vermutet.
  2. Iss nur wenig zwischendurch! Falls Zwischenmahlzeiten notwendig sind, dann iss nur Snacks, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark in die Höhe treiben, wie etwa Nüsse, Gemüsesticks mit Dip, Käse, Quark mit Beeren.
  3. Reduziere Deinen Zuckerkonsum! Wenn es etwas Süßes sein soll, dann iss ein Stück Schokolade am besten im Anschluss an eine Mahlzeit. Je schokoladiger die Schokolade ist, desto mehr gesunden Kakao und weniger Zucker enthält sie. 70 % Kakaoanteil ist ein guter Anfang.
  4. Verwende Kokosöl! Kokosöl (bio, kalt gepresst, nativ) besteht fast ausschließlich aus gesättigten Fettsäuren und ist demzufolge sehr gut zum Braten geeignet. Außerdem können aus den mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls leicht Ketonkörper (alternative Energiequelle!) gebildet werden. Wichtig! Mit geringen Mengen beginnen und langsam steigern. Vor allem, wenn vorher eher fettarm gegessen wurde, dann braucht der Körper Zeit die entsprechenden Enzyme zu bilden.
  5. Ersetze nach und nach alle Mahlzeiten durch eine Variante, die den Blutzucker nicht so schnell in die Höhe treibt. Höre dabei immer auf Deinen Körper! Das Ziel sollte es sein, mit 2-3 Mahlzeiten ohne Zwischensnacks gut gesättigt durch den Tag zu kommen.
  6. Verwende möglichst natürliche Lebensmittel! Fertigprodukte enthalten oft Zusatzstoffe, die sich ungünstig auf unseren Körper auswirken.
  7. Sei geduldig! Die Migräne hat sich nicht über Nacht entwickelt und es kann einige Wochen oder auch Monate dauern bis sich die Migräne bessert.

Wichtige Anmerkung: Die Umstellung auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsweise sollte unbedingt vor allem bei bereits bestehenden Krankheiten oder Medikamenteneinnahme mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden.